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Willkommen im Kamelienschloss – der grünen Schatzkammer Sachsens
Im und um das Landschloss Pirna – Zuschendorf werden auf über 6 Hektar, davon 1800 m² Glashausflächen die Zierpflanzen bewahrt, die einst vom Können sächsischer Gärtner in der ganzen Welt kündeten. Sammlungen, wie Kamelien, Azaleen und Rhododendron stehen unter Denkmalschutz. Hortensien und Rhododendron gehören zur Deutschen Genbank Zierpflanzen.

Bis Anfang Oktober …

Gemäß der Aussage von Karl Foerster, dass keine Blüte so schön stirbt wie die der Hortensie, kann man sich daran noch lange bis in den Herbst an den Blüten erfreuen.

Eine Vielzahl Hortensien schmücken in Ihrer letzen Blühphase den Gutspark, ebenso wie Bonsai und Zwergobstbäume unserer Sammlung. Bei den Bonsai liegt der Schwerpunkt  auf heimischen Gehölzen in natürlichen Baumformen. Zwergobstbäume oder „Obstorangerien im Scherben“ sind Zeugen einer höfischen Gartenkunst aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bäume mit reifen Früchten wurden auf die Festtafeln gestellt und die Herrschaft konnte sich das Obst frisch vom Baum pflücken.

Im Schloss bleiben weiter die Szenen unserer Ausstellung „Das härteste Holz, das beste Öl, die schönsten Kamelien“ anzuschauen. Dabei veranschaulichen wir die Nutzung von Kamelienholz und -öl. Im Festsaal erlebt man eine historische Küchenszene zum Thema „Kochen mit Kamelienöl“.  Im Vestibül in einer japanischen Schirmbauerwerkstatt werden Papierschirme mit Kamelienöl wasserdicht gemacht.  Im Salon kann man weiterhin erfahren, wie mit Kamelienholz das böse Fieber vertrieben wird.

Die imposanten großen Wurzelkugeln von Peter Bortig sind im Wehrgang aufgestellt.

Dann werden wir schließen, um Pflanzen einzuwintern und die Weihnachtsausstellung aufzubauen.

Weihnachten im Landschloß

Mundgeblasen und gedrechselt – Weihnachtliches aus Thüringen und dem Erzgebirge“

23.11. – 18.12.202

Blick auf das Landschloß Pirna

Zuschendorf – ganz winterlich und still

Das klassische Weihnachtsland  ist für uns im Dresdner Raum das Erzgebirge. Doch schauen Sie sich einmal in Ihrer weihnachtlichen Stube um, dann werden Sie sehen, ein großer Teil der uns so lieb gewordenen schönen Dinge kommt aus Thüringen und ergänzt sich mit dem sächsischen Weihnachten auf das Vortrefflichste. Was wäre ein Christbaum ohne gläsernen Schmuck aus Lauscha?

Christbaum mit historischen Lauschaer Christbaumschmuck und erzgebirgischer Stabpyramide.

Dann sind noch die herrlichen Glaskugeln, die Murmeln oder Märbeln aus Kindertagen, die oftmals ein Innenleben mit mehrfarbiger Spirale haben. Auch eine Erfindung der Lauschaer Glaskünstler.  Beim Holzspielzeug wird es schon schwierig. Selbst Experten haben Probleme, manche Spielsache der thüringischen oder der sächsischen Herkunft zuzuordnen. Auch die Spanschachtel als Verpackung wurden in beiden Regionen gefertigt.

Um das Jahr 1870 schuf Wilhelm Friedrich Füchtner in Seiffen aus Fichtenholz den ersten erzgebirgischen Nussknacker. Doch wo kommt eigentlich der aus Heinrich Hoffmanns Erzählungen „König Nussknacker und der arme Reinhold“ her? Dieses Buch erschien bereits 1851 und es handelt sich eindeutig um eine gedrechselte Figur. Oder gar der Held aus der Erzählung „Nußknacker und Mausekönig“, die E.T.A. Hoffmann schon über ein halbes Jahrhundert davor im Jahre 1816 schrieb und die später Peter Tschaikowsky mit seiner „Nussknacker-Suite“ musikalisch bearbeitete? Die Vorbilder waren Nußknacker aus Sonneberg. Anzunehmen, dass Wilhelm Füchter eines der beiden Bücher oder gar einen Thüringer Nußknacker in seine Hände bekam und daraus seine ganz eigenen Typen entwickelte.

Ein Gruß aus dem Thüringer Wald: Nußknacker aus Sonneberg.

Auch die ersten für das Erzgebirge so typischen Lichterhäuser aus Pappe oder Papier sollen Thüringer Bergleute in ihrer Freizeit gefertigt haben.

Schon die wenigen Beispiele zeigen, dass das erzgebirgische und das thüringische Weihnachten zusammengehören. Und es gibt da eine Menge Gemeinsamkeiten. Wie einst in der Seiffener Drechslerstube, so herrschte auch bei den Lauschaer Glasbläsern bitterste Armut. Alle mussten mitarbeiten, auch die noch kleinen Kinder und doch reichte das Brot kaum aus. Die fertigen Waren wurden über Verleger in die ganze Welt hinaus verkauft. Während aber der erzgebirgische Spielzeugverleger die Heimindustriellen mit Ideen und Materialien versorgte und die Waren kontinuierlich über das Jahr erwarb, war das Sonneberger Verlegersystem doch anders. Die Glasbläser mussten Ideen entwickeln, Material vorfinanzieren und dann hoffen, dass der Verleger die Waren abnimmt.

Soviel zu einem kurzen Vorwort. Was erwartet nun die Besucher zur Weihnachtsausstellung 2022 im Landschloß Pirna – Zuschendorf?

Zuerst einmal alles, was zu einem richtigen Weihnachtsfest gehört. Da sind die gedrechselten und geschnitzten Weihnachtsfiguren wie Engel, Bergmann, Nußknacker und Räuchermann, eine Reihe teils uralter Pyramiden, aber natürlich auch Puppenstuben, Kaufläden, Burgen, Pferdeställe, einfach die ganze Spielzeugwelt unserer Großeltern.

Türken und Engel, Männel aus dem Erzgebirge.

Historische Pyramiden aus dem Erzgebirge.

Auch unser Rummelplatz ist um einige Karussells wieder größer geworden, so dass er nur noch im Festsaal Platz findet.

Zuschendorfer Rummel.

Im Salon des Schlosses wird wie jedes Mal wieder die große Märklin – Spur I – Blecheisenbahn aufgebaut. Auch da sind einige große Lokomotiven hinzugekommen.

Blechspielbahn von Märklin in Spurweite I.

Unsere mechanischen Weihnachtsberge haben ebenfalls Zuwachs bekommen. Alte Teile mehrerer Berge fügten unsere Handwerker mit geschickten Händen zu einem neuen zusammen.

Mechanischer Weihnachtsberg mit Bergwerk und Stadt.

Mechanischer Weihnachtsberg mit Wassermühle und Schmiede.

In den zu Vitrinen umgebauten Spielzeugkisten bauen wir interessante Szenen mit Jagden, Holzschlägen und vielen anderen interessanten Miniaturen auf.

Bemalter Schrank mit erzgebirgischen Miniaturen.

Die Drechslerwerkstatt mit Fußdrehbank konnten wir durch originale Werkzeuge und Halbfabrikate (Engel und Bergmänner) eines früheren Herstellers aus Pobershau erweitern.

Fensterbrettberg mit Lichterhäusern

Erzgebirgische Drechslerwerkstatt mit Fußdrehbank.

Dieser wird nun erstmalig eine Lauschaer Glasbläserstube gegenübergestellt. Die Tradition der dortigen Glasmacher wurde zwischen 1595 und 1597 durch Glasmeister Hans Greiner, genannt der Schwabenhans, und Christoph Müller mit dem Bau der Lauschaer Dorfglashütte begründet. Die umliegenden Wälder lieferten Holz als Brennmaterial zur Herstellung der Pottasche. Dazu gab es hochwertige Quarzsande und Kalk. Somit war zur Fertigung des sogenannten „Thüringerwaldglases“, ein Alkali-Kalk-Glas, alles reichlich vorhanden. Man konnte daraus die als Ausgangsmaterial für Kugeln und anderes dienenden Röhren ziehen. Das Glas war bei niedrigen Temperaturen leicht schmelzbar und hatte eine vorteilhafte Viskosität. Doch die für das Blasen von Christbaumkugeln notwendigen technischen Voraussetzungen waren vorerst noch lange nicht gegeben. Das Problem war die Temperatur der Flamme bei der Weiterverarbeitung. Erst mit der Nutzung des Blasebalgs, der unter dem Tisch eingebaut wurde, dem Bolg, wie die Lauschaer sagen und später durch den Bau eines Gaswerkes konnten größere Kugeln geblasen werden.

Wie zu allen schönen Dingen gibt es natürlich auch zum Lauschaer Christbaumschmuck eine Legende zum Anbeginn: Es war im Jahre 1847. Ein armer Glasbläser konnte sich keine echten Nüsse und Äpfel als Schmuck für seinen Christbaum leisten. Daher kam er auf die Idee, diese Dinge einfach aus Glas zu blasen.

Bestätigen konnte man diese Legende bisher nicht. Auf der Suche nach den Ursprüngen kann man die Entstehungszeit vermutlich sogar früher ansetzen. In der Liebfrauenkirche zu Steinheid, zu der auch die Lauschaer eingepfarrt waren, findet sich ein von 1836 stammendes Relief. Dieses stellt einen Tannenzweig mit Glaskugel dar. Bedenkt man, dass zwischen Erfindung und Bekanntheit ein längerer Zeitraum liegt, so kann wohl der Ursprung des Lauschaer Christbaumschmuckes zwischen 1820 und 1835 datiert werden.

Leider ist in den letzten Jahrzehnten auch dieses Kunsthandwerk bis auf wenige Werkstätten verschwunden. Die Ausstattungen landeten großteils auf dem Müll. So war es auch für uns sehr schwierig, einen Glasbläserarbeitsplatz zusammenzutragen. Glücklicherweise fanden wir zwischen Lauscha und Sonneberg Helfer. Dazu gehört der dortige Heimat- und Geschichtsverein, Glasbläser, Sammler und Bewahrer, denen wir allen sehr zu Dank verpflichtet sind. Das Ergebnis, so werden es uns die Besucher sicher bestätigen, kann sich sowohl in Umfang wie Qualität sehen lassen. Der Bolg wird mit allen notwendigen Materialien, vor allem den Glasröhren, Werkzeugen und Formen ausgestattet sein, um den Christbaumschmuck zu blasen. In weiteren Arbeitsgängen werden die Kugeln versilbert,  bemalt, auf Nagelbrettern getrocknet und endlich verpackt. Freitag türmte dann die Hausfrau die Kartons mit der Arbeit einer Woche auf ihren Tragekorb hoch auf und marschierte über Stock und Stein nach Sonneberg zum Verleger. Auch das wird in der Ausstellung zu sehen sein. Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, wie viele Mühen und Handgriffe zur Fertigung einer gläsernen Christbaumkugel von Nöten sind. Sofern er noch über ältere Stücke verfügt, wird er diese beim Schmücken des Baumes nun viel mehr würdigen und wertschätzen.

Lauschaer Christbaumschmuckwerkstatt um 1929, Archiv des Heimat-und Geschichtsvereins Lauscha.

Lauschaer Botenfrau Ida Sorge mit Tragkorb voller Glasschmuck um 1935, Archiv des Heimat-und Geschichtsvereins Lauscha.

Besondere Kunstwerke gläsernen Christbaumschmuckes, wie auch einzelne Werkzeuge und Formen zeigen wir in Vitrinen.  In solchen werden dann auch eine Reihe Thüringer Nußknacker in ihrer ganzen Vielfalt aufgestellt. Diese reicht vom klassischen Soldaten, über eine ganz aus verschiedenen Gemüsearten zusammengesetzten Figur bis zu Karikaturen der Kaiser Napoleon und Wilhelm.

Zwei kaiserliche Majestäten als Nußknacker aus Thüringen, Napoleon und Wilhelm.

Die Ausstellung findet in zwei Etagen im Schloss statt. Im Erdgeschoss werden die Kameliendrogerie und die Schlossküche weihnachtlich geschmückt sein.

Blick in die weihnachtliche Schlossküche.

In den Kaminen werden die Feuer knistern und im mittelalterlichen Schlossgewölbe kann man bei Glühwein, Kaffee und Stollen dem Geschauten nachträumen.

Die Ausstellungszeit ist so gewählt, dass alle Leihgeber ihre Schätze rechtzeitig zum Fest wieder zu Hause haben.

Der Gartenflügel des Landschlosses als Lichterhaus von Birgit Uhlig.

Das abendliche Weihnachtsschloss.

Und der Zwerg sieht alles …

Geöffnet ist:

Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr

Montag: 10 – 16 Uhr

Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor der Schließzeit.

Der Eintritt kostet 6,- €; ermäßigt 5,- €.

www.kamelienschloss.de

Pressetext zum

Konzert im Rahmen der 24.Tschechisch-Deutschen Kulturtage

am Sonnabend, dem 08. Oktober 2022, 17 Uhr

im Landschloss Pirna-Zuschendorf

„Violoncello – Konzert mit Aneta Sudáková und Tomás Jamník“

Boccherini  –  Glière  –  Barrière

Einer schönen Tradition folgend, können wir Ihnen auch in diesem Jahr ein Konzert im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage im Landschloss Pirna-Zuschendorf anbieten.

Diesmal erklingen Werke von Luigi Boccherini (1743 – 1805) und von den bei uns eher unbekannten Komponisten Reinhold Moritzewitsch Glière ( 1875 – 1956) sowie

Jean Baptiste Barriére ( 1707 – 1747). Das Programm verspricht also spannende musikalische Neuentdeckungen, höchst virtuos interpretiert und kommentiert durch die Künstler selbst.

Wir begrüßen im kerzengeschmückten Gewölbe des Landschlosses Pirna-

Zuschendorf zwei führende tschechische Cello-Virtuosen :

Tomás Jamnik, geboren in Prag und in Berlin zu Hause, ist einer der erfolgreichsten tschechischen Cello-Virtuosen der Gegenwart. Die Cellistin Aneta Sudáková studierte an der Akademie der musischen Künste in Prag sowie an der Hochschule  für Musik in Dresden. Derzeit ist sie Mitglied des Orchesters des Nationaltheaters Prag sowie der Orchesterakademie der Tschechischen Philharmonie.

Gemeinsam gestalten sie ein musikalisches Programm mit Sonaten von Luigi Boccherini und J.B. Barriére sowie mit „Duos für zwei Violoncelli“ des in Kiew geborenen Komponisten Reinhold Moritzewitsch Glière.

Genießen Sie diesen Abend bei einem Glas Wein in familiärer Atmosphäre mit  Freunden der Zuschendorfer Konzerte und erleben Sie professionelle

Kammermusik hautnah im Kerzenschein.

Wir bitten um rechtzeitige Karten-Reservierung unter

0172 / 37 34 695      oder    03501 / 44 44 84

oder per e-mail unter     schubert.doris@googlemail.com     oder

VVK:  tdkt.reservix.de

Das Konzert wird unterstützt von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden,

der Euroregion Elbe – Labe sowie des VVO

Einlass :        16.30 Uhr

Weihnachten im Landschloss

„Lichterhäuser – Geborgenheit und Wärme im Erzgebirge“

Die Ausstellung ist nun endgültig abgebaut. Einige Teile werden in die Kamelienschau übernommen.

Wir sind sehr dankbar, dass Herr Stefan Riedel uns einen Film über die geschlossene Ausstellung gedreht hat. Den Film können Sie hier anschauen:

Weihnachten im Landschloß Zuschendorf

Die behördliche Schließung hat unserem Förderverein Landschloß Pirna – Zuschendorf hohe Verluste an nicht verkauften Eintrittskarten gebracht. Wenn Ihnen dieser virtuelle Rundgang gefallen hat, dann freuen wir uns über Ihre Spende: DE21 8505 0300 3000 0023 40 bei der Ostsächsischen Sparkasse. Vielen Dank!

Botanische Sammlung der TU Dresden

  • Kamelie

    Kamelie

    Die Seidelsche Kameliensammlung

    Die beeindruckende Zuschendorfer Kameliensammlung machte den sächsischen Gartenbau weltberühmt.
    Zu den Kamelien

  • Azalee

    Azalee

    Unsere Sammlung "Indischer Azaleen"

    Die Sammlung des einst größten europäischen Anbaugebiets für Azaleen umfasst mehr als 360 Sorten.
    Zu den Azaleen

  • Hortensie

    Hortensie

    200 Jahre Hortensien in Sachsen

    Die größte Hortensiensammlung Deutschlands konzentriert sich im Kern auf sächsische Züchtungen.
    Zu den Hortensien

Mehr Infos zu den Pflanzen unserer botanischen Sammlung finden Sie hier.

Veranstaltungen

  • Anstehende Veranstaltungen

    1. Bonsai und Obstorangerien im Scherben

      1. Mai - 16. Oktober
    2. Weihnachten im Landschloß „Mundgeblasen und gedrechselt – Weihnachtliches aus Thüringen und dem Erzgebirge“

      23. November - 11. Dezember
    3. Kamelienschau

      1.März.2023 - 16.April.2023
    4. XVI. Azaleenschau im Landschloß

      17.April.2023 - 1.Mai.2023
    5. Bonsai und Obstorangerien im Scherben

      1.Mai.2023 - 15.Oktober.2023

Führungen