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Willkommen im Kamelienschloss – der grünen Schatzkammer Sachsens
Im und um das Landschloss Pirna – Zuschendorf werden auf über 6 Hektar, davon 1800 m² Glashausflächen die Zierpflanzen bewahrt, die einst vom Können sächsischer Gärtner in der ganzen Welt kündeten. Sammlungen, wie Kamelien, Azaleen und Rhododendron stehen unter Denkmalschutz. Hortensien und Rhododendron gehören zur Deutschen Genbank Zierpflanzen

Verpachtung unseres Geschäftes

Unser Geschäft am Eingang der Botanischen Sammlungen und des Landschlosses Pirna Zuschendorf wollen wir neu verpachten. Die bisherigen Betreiber gehen in den Ruhestand. Aus steuerlichen Gründen können wir das Geschäft nicht selbst betreiben.

Dazu gehören der romantisch ausgebaute Stall des kleinen Vorwerkes sowie die davor liegende Hoffläche und ein kleiner Arbeitsraum.

Entsprechend der Interessen der Gäste des Kamelienschlosses ist es sinnvoll, Blumen, Pflanzen aller Art und Bonsai anzubieten. Aber auch viele andere Dinge, die interessant sind für Besucher wie umliegende Bewohner und vom Souvenir bis zum Eis oder Getränk reichen, könnten das Angebot bereichern. Der Verpächter macht hier keine Vorschriften, wodurch der wirtschaftliche Erfolg dem Einfallsreichtum des Pächters überlassen bleibt.

Die Öffnungszeiten des Geschäftes sollten mindestens die der Sammlungen bzw. des Landschlosses einschließen: Dienstag bis Sonntag, sowie an den Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Die Saison beginnt im März und endet Anfang Oktober. Ende November und im Dezember ist nochmals für etwa drei Wochen zur Weihnachtsausstellung im Landschloß geöffnet. Da aber dann der Eintritt über das Schloss erfolgt, ist eine Öffnung nicht zwingend notwendig, aber durchaus möglich. Das Geschäft kann auch ganzjährig genutzt werden.

Soweit möglich, besteht der Wunsch seitens des Verpächters, dass teilweise gegen einen prozentualen Anteil die Eintrittskarten in der Gartensaison mit verkauft werden. Das führt zu einer sicheren zusätzlichen Einnahme.

Größter Nachteil ist die saisonale Ausrichtung der Besucherströme durch die Sonderausstellungen. In den besucherarmen Zwischenzeiten obliegt es dem Einfallsreichtum des Pächters,  zusätzliche Angebote zu schaffen.

Bei Interesse schreiben Sie bitte an:

Förderverein Landschloß Pirna – Zuschendorf e.V.

Am Landschloß 6

01796 Pirna

Laden im ehemaligen Stall

Hortensien – die große Sommerblüte von Mitte Juli bis Mitte August in den Botanischen Sammlungen

Landschloß Pirna – Zuschendorf

Nun sind alle Hortensien umgetopft, gedüngt und im Garten aufgestellt.

Die Zuschendorfer Botanischen Sammlungen verfügen mit einer Sammlung von über 500 zumeist historischen Sorten neben Schloss Moyland am Niederrhein über eine der beiden größten Sammlungen Deutschlands. Das Spektrum reicht von den allerersten Einfuhren aus Japan über die ersten europäischen Züchtungen aus Frankreich, die darauf folgende imposante Zuchtentwicklung in Deutschland bis hin zu den neuesten Sorten.

Die Hortensiensorte ‚Schloss Zuschendorf‘ vor dem Landschloss.

Im linken Parkteil, gleich in der Nähe des Einganges, haben wir die meisten Sorten der Gartenhortensien alphabetisch in Beeten aufgestellt.

Alphabetisch aufgestellte Hortensiensorten.

Hortensiensorte ‚Sonnenstein‘ aus Dresdner Züchtung.

Geht man den unteren Weg Richtung Schloss, so ist dieser mit Schauhortensien gesäumt. Weiter entlang des Teiches kommt man zum Schlossvorplatz, wo wiederum Schauhortensien und eine weitere Besonderheit warten: Kürzlich wurden in Dresden zwei für Ampeln geeignete Sorten gezüchtet, die wir an einer alten eisernen Pergola angebracht haben.

Hortensienschaupflanzen säumen die Parkwege.

Hortensienampeln an der gußeisernen Pergola auf dem Schlossvorplatz.

Der Weg setzt sich fort zum oberen, von uralten Eichen gesäumten Parkteil. Hier erwartet die Besucher eine weitere Schaugruppe.

Schaugruppe oberhalb der alten Eichen.

Von Rispen- und Eichenblättrigen Hortensien gesäumter Weg.

Von dort aus gelangt man durch einen aufsteigenden Weg umgeben von blühenden Rispen- und Eichblatthortensien zur Aufstellung der von der Hydrangea Breeders Association (HBA) gezüchteten Sorten. Dabei handelt es sich um aktuelle Sorten, entstanden  durch einen Zusammenschluss verschiedener holländischer und deutscher Züchter. Der Weg führt nun weiter durch das obere Gewächshaus in einen kleinen reizvollen Hof mit Hortensien und Pelargonien. Die in der Flut 2003 zerstörte Zuschendorfer Brücke wurde dort für die eingrenzende Mauer verwendet.

Kleiner Hof mit Hortensien und Pelargonien.

Von hier aus betritt man den Hortensienpark mit zur Winterhärtetestung ausgepflanzten Exemplaren. Während Rispenhortensien und auch andere Arten jedes Jahr sicher blühen, hängt die Üppigkeit der Blüte der Gartenhortensien vom Frost, vor allem den Früh- und Spätfrösten ab. Dieses Jahr sind demnach nur die härtesten Sorten in diesem Parkteil blühend zu erleben. Interessant ist dies allemal für alle, die in klimatisch ungünstigen Lagen leben und trotzdem nicht auf Hortensien verzichten wollen. Vor allem die sächsische Züchtung der letzten Jahre hat hier bemerkenswerte Fortschritte gemacht und knüpft damit an die Härte sehr alter Sorten an. Dies jedoch mit verbesserten Eigenschaften wie festeren Stielen und intensiverer Farbigkeit. Langsam werden auch hier unsere Schutzpflanzungen wirksam, so dass von Jahr zu Jahr die Anzahl der blühenden Sorten größer wird.

Blüht auch nach harten Wintern: Die Hortensiensorte ‚Diva Fiore‘, gezüchtet in Dresden.

Im Gutspark sind bis Anfang Oktober Bonsai und Zwergobstbäume unserer Sammlungen aufgestellt. Bei den Bonsai liegt der Schwerpunkt  auf heimischen Gehölzen in natürlichen Baumformen. Zwergobstbäume oder „Obstorangerien im Scherben“ sind Zeugen einer höfischen Gartenkunst aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bäume mit reifen Früchten wurden auf die Festtafeln gestellt und die Herrschaft konnte sich das Obst frisch vom Baum pflücken.

Die Hortensienschau findet im Park statt. Im Schloss bleiben weiter die Szenen unserer Ausstellung „Kamelien – Die Wechselspiele des Lebens“ anzuschauen. In unserer diesjährigen Kamelienausstellung wollten wir einmal auf den Lebensweg unserer weit über 100jährigen Kamelien zurückschauen. Klingt alt, ist es aber nicht. Wenn man bedenkt, dass es Kamelien mit einem Alter von 1000 Jahren gibt, so sind die Zuschendorfer Kamelien heute noch junge Mädchen. Die „Wechselfälle des Lebens“ denen sie ausgesetzt sind, bleiben aber die gleichen und sie mussten schon großes Glück haben, das heutige Alter zu erreichen. Schicksalhafte Ereignisse, wie Krisen, Kriege, technische Havarien und extreme Wetterlagen, aber auch und allzu oft menschliche Willkür  begleiteten unsere Kamelien seit ihrer Geburt. Da wir wissen, dass unsere Kamelien im Jahre 1956, als sie das erste Mal unter Schutz gestellt und dokumentiert wurden, genau 40 Jahre alt waren, so wurde ihnen also mitten im I. Weltkrieg im Jahre 1916 durch Gärtnerhände das Leben geschenkt.

  • Frau Minna Seidel, die Namensgeberin unserer lieblichsten Kamelie, dreht am Glücksrad mit den schicksalhaften Ereignissen im Leben unserer Kameliensammlung.

Von Mitte Juli bis Mitte August werden die meisten Hortensien blühen.

Gemäß der Aussage von Karl Foerster, dass keine Blüte so schön stirbt wie die der Hortensie, kann man sich dann noch lange bis in den Herbst an den Blüten erfreuen.

Noch ein Tipp zum Schluss: Hortensien sind bei kühlem und feuchtem Wetter deutlich schöner anzuschauen als bei Hitze und Sonne.

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10.00 – 17.00 Uhr,

Eintritt: 6,00 €, ermäßigt 5,00 €

www.kamelienschloss.de

Weihnachten im Landschloß

„Himmlischer Rauch – Weihnachtliches aus Thüringen und dem Erzgebirge“

27.11. – 15.12.2024 

Wenn feine Rauchkringel nach oben schweben, dann tut es der Seele auf wunderbare Weise gut. Es hat etwas Beruhigendes; die Zeit steht still, ein Innehalten von der Hast des Lebens. Und diese himmlischen Düfte! Einmal ist es der Weihrauch, eine der Gaben der drei heiligen Könige an das Christuskind, die diesen Duft mit dem Weihnachtsfest für immer verbinden.  Dann kommt der wohlriechende Rauch vielleicht aus einem erzgebirgischen Räuchermännchen oder -haus.

Räucherhaus aus Pappe von Willy Dähnhardt aus Wünschendorf.

Erzgebirgische Räuchermännchen und Tabakspfeifen.

Oder es ist der Duft des Tabaks. Da ist meist ein älterer Herr in der Nähe, der in philosophische Gedanken versunken sein Dasein genießt. Dafür braucht es eine Pfeife, die oft aus dem thüringischen Schweina stammte. So kommen beide Weihnachtsländer, Sachsen und Thüringen, wieder zusammen.

Lichtertürke, gefertigt von Volker Berthold und eine Auswahl seines Tabakspfeifenschatzes.

Es war ein langer Weg, von der im Jahre 1492 von Kolumbus gemachten Beobachtung rauchender („Rauch trinkender“) Indianer bis in die Stuben des Erzgebirges. Damals war das Pfeiferauchen längst überall in Amerika verbreitet. In Europa gab es dann die Entwicklung von den Tonpfeifen zu den hölzernen, zu deren Fertigung rund 60 Arbeitsschritte notwendig waren.

Fertigung einer Pfeife aus Bruyére – Holz (knollenartige Wurzel der Baumheide Erica arborea L.). Material des Mitarbeiters der Pfeifenfabrik Schweina, Kurt Trautvetter.

Es bedurfte großer Fabriken, viele davon in Thüringen angesiedelt, die wiederum die Pfeifen so günstig herstellen konnten, dass sie sich auch ein Erzgebirgler mit schmalem Geldbeutel leisten konnte. Da saßen nun die herrlichsten Typen aller Berufe und Berufungen bei der Arbeit oder auf dem Feierabendbänkchen und schmauchten. Das rief geradewegs danach, diese figürlich nachzubilden. Das Räuchermännchen musste entstehen!

Hermann Böhme (1973 – 1948) Fleischermeister von Seiffen, mit seiner Frau, ein Pfeifchen schmauchend. (Archiv Thomas Kirsche).

Erzgebirgische Typen, ein Bild, welches sich im Handelskasten von Herrn Helbig (Hausierer) fand.

Erzgebirgische Kastenträger um 1896. (Archiv Thomas Kirsche).

Im erzgebirgischen Seiffen, wie auch im thüringischen Schweina, war es das zu Ende gehende Berggeschrei, welches Bergleute nach neuem Broterwerb Ausschau halten ließ. War es in Seiffen das Zinn, so waren es in Glücksbrunn (heute Ortsteil von Schweina) Kobalt und Kupferschiefer, welche Ende des 17. Jahrhunderts versiegten. Von Schweina am Fuße des Altensteiner Parkes gingen die ehemaligen Bergleute ins benachbarte Ruhla, um sich Heimarbeit von den dortigen Pfeifenherstellern zu holen. Einer schaute sich dabei in Ruhla immer ganz genau um und studierte die Fertigung. Es war August Reich (1805 bis 1888), der 1864 seine Pfeifenfabrik „August Reich Söhne“ vor Ort begründete. Sein Sohn Sebastian übernahm die väterliche Firma, während Carl Sebastian Reich im Jahre 1887 seine eigene Firma „C. S. Reich“ gründete. Diese entwickelte sich zur größten Pfeifenfabrik Deutschlands. Nach dem Krieg war es wie bei den meisten größeren Betrieben.  Die Firma wurde volkseigen und  nach dem politischen Umbruch folgte 1990 die Schließung. Doch hier gab es  einen Neubeginn, der aber leider nicht von Dauer war. Nach der nun endgültigen Schließung erwarb die Gemeinde das Areal, um es auch für kulturelle Zwecke zu entwickeln. In der Fabrik lagerten noch große Mengen an Materialien aus der Pfeifenproduktion. Diese werden wir in unserer Weihnachtsausstellung nutzen, um einen kleinen Pfeifenmacher-Arbeitsplatz aufbauen zu können.

Die Pfeifendrechsler bei August Reich Söhne in Schweina im Jahre 1895. (Archiv Edith Raddatz).

Tabakspfeifenfabrikation bei C. S. Reich. . (Archiv Edith Raddatz).

Tabakspfeifenfabrikation bei C. S. Reich. . (Archiv Edith Raddatz).

Die ehemalige Pfeifenfabrik C. S. Reich im Jahre 2023.

Noch vorhandene Restmaterialien in der ehemaligen Pfeifenfabrik C. S. Reich im Jahre 2023.

Noch vorhandene Restmaterialien in der ehemaligen Pfeifenfabrik C. S. Reich im Jahre 2023.

Als der Bergbau die Familien der Bergleute im Erzgebirge nicht mehr ernähren konnte, begann man vor allem in den östlichen Teilen um Seiffen zu drechseln: Haushaltsgegenstände, Spielzeuge und auch Männel. Wie wir es auch schon von den Nußknackern kennen, so stammen auch die Ursprünge der Räucherfiguren aus Thüringen. In der Rhön und um Sonneberg sind bereits um 1830 solche bekannt, die wohl auch auf den erzgebirgischen Märkten verkauft und hier zum Vorbild eigener Figuren wurden. Die frühe Geschichte des erzgebirgischen „Raachermannels“ verbirgt sich noch im Dunkeln. Allgemein wird diese Erfindung Friedrich Ferdinand Frohs (1819 – 1880) und seinem damals bei ihm arbeitenden Neffen Gotthelf Friedrich Haustein (1835 – 1900) aus dem heute zu Seiffen gehörigen Heidelberg zugeschrieben. Als Jahre des  Beginnens werden 1856/57 genannt, wobei aus dieser Frühzeit heute vermutlich keine Zeugnisse mehr existieren. Es ist aber auch möglich, dass die ersten Räucherfiguren im Annaberger Raum entstanden. Die Familie Haustein, vor allem der ab 1858 selbstständige Sohn Oswald Louis (1857 – 1929), seine Frau Hulda wie auch die Tochter nebst Schwiegersohn fertigten bis 1948 eine beachtliche Vielfalt dieser Figuren, die meist mit einem Gesicht aus Brotteig verfeinert wurden.

Louis Haustein(1857 – 1929) und seine Frau Hulda Helene (1862 – 1956) bei der Räuchermännelherstellung. (Archiv Sächsischer Heimatschutz).

Typische Hausteinräuchermänner mit Gesichtern aus Brotteig.

Ab Ende des 19. Jahrhunderts wie auch zum Beginn des neuen nahmen immer mehr Männelmacher die „Raucher“ mit in ihre Fertigung auf. So wurde  Seiffen mit den Familien Füchtner, Ullrich, Langer und Gläßer die Hochburg dieser gedrechselten Figuren. Bedeutung erlangten auch die Timmels in Marienberg-Kühnheide und die Börners in Neundorf.

Albert Füchtner (1875 – 1953) bei der Herstellung von Räuchermännern. (Archiv Thomas Kirsche).

Räuchermännelherstellung bei Familie Füchtner. (Archiv Thomas Kirsche).

Louis Gläßer (1885 – 1945) beim Drechseln von Nußknackern um 1939. (Archiv Thomas Kirsche).

In anderen Teilen des Erzgebirges wie in Olbernhau oder vor allem in westlichen Gebieten wurden Räuchermänner geschnitzt.

Geschnitzter Räuchermann, zugeschrieben Paul Schneider, Annaberg um 1920/30.

Zur Weihnachtsausstellung im Zuschendorfer Landschloß werden Räuchermänner fast aller Männelmacherfamilien vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in einer beeindruckenden Vielfalt zu sehen sein.

Auswahl schöner alter erzgebirgischer Räuchermänner.

Auswahl schöner alter erzgebirgischer Räuchermänner.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Die meisten der Männelmacher waren auch in der freiwilligen Feuerwehr. Eine funktionierende Wehr war nicht nur existentiell; die Treffen waren ebenso eine Abwechslung vom Alltag, man erfuhr die allerneuste Neu, trank den einen oder anderen Schluck in geselliger Runde und trieb auch manchen derben Spaß. Die Feuerwehr nahm so großen Raum im Leben der Menschen ein, dass sie natürlich auch ein wesentliches Thema bei der Spielzeug- und Männelmacherei war. Da gab es Feuerwehrgespanne und -autos in allen Größen, auch sehr verbreitet als Miniaturen. Die dazugehörigen Figuren, Gebäude, auch Brandruinen, ermöglichten ein umfangreiches Spiel. Aber auch bei den Weihnachtsfiguren, den Räuchermännchen und den Nußknackern gab es Feuerwehrmänner. In der Ausstellung wird reichlich davon zu sehen sein.

Feuerwache mit Miniaturfahrzeugen, gefertigt von Carl Heinrich Frohs (1851-1927) und Söhnen.

Feuerwehrräuchermann der Familie Füchtner.

Zu guter Letzt das Schönste – die Christrosen. Am Rande des Teutoburger Waldes in Glandorf gibt es den Gartenbaubetrieb von Josef Heuger. In emsiger Zuchtarbeit, mit über vierzigjähriger Erfahrung  und mit härtester Prüfung entstehen hier wahre Schätze von Christ-, Schnee- und Lenzrosen.  Seit der Betriebsgründung durch Paul Heuger vor 65 Jahren wird der Grundsatz: „Keine Kompromisse in Sachen Qualität“ mit viel Leidenschaft verfolgt und gelebt.

Von den 65 Mitarbeitern des Unternehmens gehören zehn zum Züchtungsteam. Allein 200 eigene Sortenschutzrechte und Patente können die Züchter vorweisen. In einer guten neuen Sorte stecken 10 bis 20 Jahre Züchterfleiß. Vor Anmeldung einer neuen Sorte wird die Kandidatin auf verschiedene Standorte und Klimabedingungen  getestet. Unterteilt werden die Pflanzen der Gattung Helleborus in drei Gruppen:

– die klassischen schneeweißen Christrosen in Sorten mit einer Blütezeit ab November

– die farbenfrohen Lenzrosen als Blüher im zeitigen Frühjahr

– die robusten, reichblühenden Schneerosen, von Dezember bis März blühend.

Darüber hinaus stehen für das Zimmer und als Schnittblumen geeignete Sorten auf dem Zuchtprogramm.

Warum nun gerade Christrosen? Dazu sagt Josef Heuger: „Ihnen wohnt ein Zauber inne. Wer in eine sich gerade öffnende Blüte schaut und diesem Zauber erliegt,  kommt nie wieder davon los. Bescheidenheit, Güte, Unschuld, Trost, Hoffnung, Freude und vor allem  schlichte, vollkommene Schönheit, all das sieht, wer sich verzaubern lässt, schon in einer einzelnen Blüte.“

Ein Mönch, Christrosen betrachtend.

Christrosen im ehemaligen Gesindespeiseraum des Landschlosses.

Für unsere Ausstellung erhalten wir eine Auswahl der interessantesten Sorten. Ein besonderes Vergnügen dabei wird sein, dass diesmal unsere alte Märklin-Spur I- Eisenbahn durch „Wälder“ von Christrosen fahren wird. Ja, die Bahn hat auch wieder interessanten Zuwachs: Diesmal wird ein Schienenzeppelin seine Kreise drehen. Das Vorbild wurde 1929 von Franz Kruckenberg konstruiert und nur ein einziges Mal gebaut. Mit seinem Propellerantrieb erreichte er 1931 eine Geschwindigkeit von 230,2 km pro Stunde. Dieser Rekord wurde erst nach 24 Jahren gebrochen. Auch wenn das Vorbild bereits 1939 verschrottet wurde, blieb es doch eine Sensation, die bei Märklin in Blech und im Erzgebirge aus Holz zum Spielen nachgebaut wurde. In der Spurweite I, wie in Zuschendorf gezeigt, gibt es nur wenige Exemplare.

Märklin Spur I Blechspielbahn auf der Zuschendorfer Anlage.

Darüber hinaus wird in beiden Schlossetagen alles dabei sein, was Weihnachten in Sachsen so ausmacht: die alten erzgebirgischen Männel, Pyramiden und Spielzeuge, ein großer Rummelplatz,  dazu knisternde Feuer im Kamin und Glühwein im mittelalterlichen Schlossgewölbe.

Weihnachten in der Schlossküche des Landschlosses.

Erzgebirgische Drechselstube, Herstellung eines Engels.

Mechanischer Weihnachtsberg.

Ausschnitt aus einem mechanischen Weihnachtsberg. Der Alte raucht gemütlich sein Pfeifchen auf der Feierabendbank.

Die Gestaltung der Ausstellung liegt wie immer in den Händen von Bea Berthold.

Und wenn am Ende nicht alles Schall und Rauch war, dann war’s einfach schön in Erwartung der kommenden Festtage.

Geöffnet ist:                                                      

Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr

Montag: 10 – 16 Uhr

Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor der Schließzeit.

Eintritt: 7,50 € / ermäßigt 6,00 €

www.weihnachtsschloss.com

www.kamelienschloss.de

Botanische Sammlung der TU Dresden

  • Kamelie

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    Die Seidelsche Kameliensammlung

    Die beeindruckende Zuschendorfer Kameliensammlung machte den sächsischen Gartenbau weltberühmt.
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  • Azalee

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    Unsere Sammlung "Indischer Azaleen"

    Die Sammlung des einst größten europäischen Anbaugebiets für Azaleen umfasst mehr als 360 Sorten.
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  • Hortensie

    Hortensie

    200 Jahre Hortensien in Sachsen

    Die größte Hortensiensammlung Deutschlands konzentriert sich im Kern auf sächsische Züchtungen.
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Mehr Infos zu den Pflanzen unserer botanischen Sammlung finden Sie hier.

Veranstaltungen

  • Anstehende Veranstaltungen

    1. Bonsai und Obstorangerien im Scherben

      1. Mai - 6. Oktober
    2. Hortensien – die große Sommerblüte im Park

      17. Juli - 15. August
    3. Weihnachten im Landschloß „Himmlischer Rauch – Weihnachtliches aus Thüringen und dem Erzgebirge“

      27. November - 15. Dezember

Führungen